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Wieso ich mit dem Velo nach Indien reise – Why I am cycling to India

English version below

Seit 5 Jahren habe ich den starken Wunsch eine Kultur ausserhalb des Westens kennenzulernen, einmal weiter über den Tellerrand hinauszublicken als nur bis zum Rest von Europa, als nur bis nach Kanada, Australien, Neuseeland oder den USA.

Dazu kommt, dass ich gerade in einer Zeit voller Gedanken über Gott & die Welt bin, ich hinterfrage meinen Glauben und meine Werte. Deshalb ist meine Reise auch einer Pilgerreise ähnlich. Ich starte wie ein Pilger an der eigenen Haustür. Nur das Ziel ist nicht so fix.

Diese beiden Ziele werden durch meine Veloreise gut abgedeckt. Mit dem Velo kommt man nahe an die lokale Bevölkerung heran. Und genug Zeit zum reflektieren habe ich auch.

Natürlich habe ich auch über andere Optionen nachgedacht:

  • Ein Jahr im Ausland arbeiten stand zur Debatte. Doch das hätte mich wahrscheinlich in ein westliches Land geführt. (Wobei ich ja auch mal ganz gerne etwas mehr Zeit in Neuseeland verbringen würde… Es ist aber auch nicht so leicht von hier aus dort Arbeit zu finden.)
  • Dann der Sozialeinsatz. Finde ich eine sehr sinnvolle und geniale Form um in eine andere Kultur einzutauchen. Doch zu dem Zeitpunkt habe ich nicht die Energie die man dafür mitbringen muss.
  • Backpacken. Ich konnte auf früheren Reisen feststellen, dass ich kein guter Rucksacktourist bin. Jeden Tag neue Sehenswürdigkeiten, neue Museen, neue Hostels, nur Eindrücke die man sammelt, das liegt mir nicht. Ich kann nicht nur konsumieren, ich muss auch etwas tun. Ich werde in meine Pedalen treten.
  • Wandern. Um zu sich selber zu finden ist das wohl die beste Variante. Ich bewundere Menschen die das lange machen. Aber ich will ja auch etwas von der Welt sehen. Insofern ist Velo fahren ein Kompromiss zwischen Langsamkeit und Vorwärtsdrang. Und Velo fahren ist immer noch langsam und man legt den Weg mit der eigenen Muskelkraft zurück. Nicht ganz unwichtig ist mir auch, dass man mehr Gepäck mitnehmen kann. Nicht viel, aber andauernd einen Rucksack auf den Schultern zu haben, möchte ich nicht unbedingt.
  • Andere verrückte Ideen. Auf einer Erdölplattform arbeiten – irgendwie bin ich dafür nicht der Typ. Auf der Alp arbeiten – kann ich später mal noch. Usw. Es gibt so viele spannende Dinge auf dieser Welt.

Zum Schluss eine Gegenfrage: Wieso machst du nichts derartiges? Wieso bleibst du zuhause wo es doch eine Welt zu entdecken gibt, und das leichter als jemals zuvor?


For 5 years now I am having a strong desire to get to know cultures outside of the West, too see beyond Europe, and even further than Canada, Australia, New Zealand and the USA.

In addition, I was in a time full of thoughts about God & the world, I am questioning my faith and my values. So my journey is also similar to a pilgrimage. I start like a pilgrim on my own doorstep. Only the target is not so fixed.

These two objectives are well covered my cycling. With the bike I get close to the local population. And I get enough time to reflect also.

Of course I also have had other options under consideration:

  • To work one year abroad was discussed. But that would have let me into a Western country most probably. (And yes, I also would like to spend quite a little more time in New Zealand… But it is not so easy from here to find work over there.)
  • Then the social ideas. Great thing! But at the time, I did not have the energy you need to do such a thing.
  • Backpacking. It was on previous trips I noted that I am not a good backpacker. Every day new sights, new museums, new hostels, only consuming impressions, that is not me. I can not just consume, I must also do something. I will tread my pedals.
  • Walking. In order to find yourself this is probably the best option. I admire people who do that for a longer time. But I also want to see something of the world. Insofar cycling is a compromise between being slow and driving forward. Cycling is still slow and and you do all the way with your own muscles strength. Also not quite unimportant to me was the fact that you can take more luggage with you. Not much, but steadily having a backpack on your shoulders is not necessary.
  • Other crazy ideas. Working on an oil platform – that is not my thing. Working on an Alp – I can still do that another time. Etc.. There are so many exciting things in this world.

Finally, a counter-question: Why do you not such a thing? Why you remain at home where there is a world to discover and that easier than ever before?

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