Archive for April, 2009

FNOK!

Fahre Nie Ohne Karte!
Oder: Radwege in Bayern

Von Augsburg aus ist es nicht mehr weit bis zur Donau. Und die Donau hat einen berühmten Radweg, den Donau-Rad-Wander-Weg. Der ist nicht nur sehr schön, sondern führt auch noch durch viele berühmte Städte: Regensburg, Wien, Bratislava, Budapest, …

Ich wollte in Augsburg noch eine Donau-Radkarte kaufen. Leider war die in der Buchhandlung in der ich war ausverkauft. Nicht so schlimm, es kann ja nicht schwer sein, einem Fluss zu folgen, oder? Und ausserdem ist der Donauweg ja gut beschildert, … Pah, von wegen!

Schon der Lech entlang (von Augsburg zur Donau) fuhr ich regelmässig in Sackgassen wo der Weg plötzlich aufhörte weil von rechts ein Bach kam oder aus dem Weg wurde plötzlich ein Feld. Von Beschilderung keine Spur.

Das war auch im Resten Süddeutschlands so. Erst ein Radwegschild, dass mir die Hoffnung gibt auf einen autofreien Weg zu kommen und dann über Kilometer kein Schild mehr, dafür Verzweigungen, Kreuzungen und alles andere was das verirren einfach macht.

Endlich an der Donau wurde es nicht besser, im Gegenteil. Das es nicht ganz so einfach ist den Weg zu finden liegt unter anderem daran, dass der Radweg nicht immer der Donau folgt, was ja auch ganz sinnvoll, weil abwechslungsreich ist. Aber wer versucht diesen Schildern ohne Karte zu folgen ist aufgeschmissen.

Schild des Donauradweges
Schon alleine die Farben sind eine Katastrophe, grün auf gelb, wer denkt sich so was aus?? Dann der kleine Pfeil. Und dann hat es oft an Kreuzungen an denen es nötig wäre keine Schilder, oft fand ich den richtigen Weg nur mit einem Blick zurück der mir verriet woher der Fahrer aus der Gegenrichtung kommen sollte.

Natürlich werde ich noch viel viel schlimmere Wege sehen, auf vollbefahrenen Strassen fahren müssen etc. Doch irgendwie hätte ich von unsren nördlichen Nachbarn die doch auch als gründlich und genau bekannt sind, eine bessere Radwegbeschilderung erwartet. Eines muss man ihnen zugutehalten: Die breiten und oft seperaten Streifen die Radfahrer zur Verfügung haben sind toll! (Ein Wermutstropfen: Auch diese Streifen führen manchmal in die Irre. Eben noch parallel zur Strasse landet man plötzlich ganz woander. Sehr interessant das alles.)

Dafür hatte ich ansonsten tolle Radlerbedingungen: Wenig Autos, Sonne, nicht zu heiss. Ich campierte am Fluss, sah Sonnenunter- und Mondaufgänge und viele verschiedene Tiere in freier Wildbahn. Zeit zum nachdenken, Velo fahren, das draussen sein geniessen.

Sonnenuntergang an der Donau

Jetzt habe ich eine Karte des nächste Stückes der Donau. Mal sehen wie ich damit zurechtkomme.

Und ich habe mir vorgenommen zuhause mal zu versuchen einem der grossen Schweizer Radwege ohne Karte zu folgen. Nimmt mich wunder wie einfach oder schwer das ist.

 

Hochzeitsvorbereitungen auf Bayrisch

Oder: Ein Dreifach-Tusch für Willhelm Busch.

Augsburg ist berühmt für seine Hochzeitsvorbereitungsparties. Ich hatte das Glück gerade an einer solchen teilnehmen zu dürfen. Erst werden selber Hamburger gemacht, gegrillt und verzehrt. Sind alle satt, macht man sich daran, Beiträge für die anstehenden Hochzeiten vorzubereiten. Da im Freundeskreis meiner Gastgeber gerade 3 Hochzeiten anstanden, gab es viel zu planen. Hier die aktuellen Highlights mit was man das Herz des Hochzeitspaars erfreuen und die Lachmuskeln der Festgesellschaft anregen kann:

Sketch Nr 1 ist von Loriot:

Sketch Nr 2:
Das Ehepaar in 10 Jahren am Frühstückstisch. Die ebenfalls vorhandenen Kinder haben alle Macken und Eigenschaften der Eltern überzeichnet geerbt. Nach eigenem Gutdünken auszugestalten.
Gute Idee um das Ehepaar aufs Korn zu nehmen ohne allzu persönlich zu werden und doch Lacher zu garantieren.

Und Nummer 3: Der Strumpfhosentanz

PS: Habe gerade etwas Probleme mit meiner Blogsoftware, anscheinend hat sie die letzten Posts nicht publiziert, aber hier sind sie. Grüsse aus Linz.

 

Start

Am 2.April um halb 11 gings los. Ich fuhr auf Wegen die ich kannte an Plätzen vorbei mit denen ich viele Erinnerungen verbinde. Es ist schön so langsam Abschied von zuhause nehmen zu können.

Ich fuhr am Rhein entlang,
durch Dörfer die Dorf heissen,
durch Dörfer die Berg heissen,
durch Dörfer die Taal heissen.

Madlen begleitete mich drei Tage, das letzte Stück bis zur österreichischen Grenze begleitete mich Dave. Danke seid ihr mitgefahren, das war toll!
Ein wunderschönes Stück Bodensee, dann über Berg und Tal, auf und ab, ich habe mich nördlich gehalten um die Alpen zu umgehen. Nach einen Ruhetag in Augsburg wird es morgen in Richtung Donau weitergehen.

 

Farewell Party

Danke seid ihr alle gekommen. Danke für all die lieben Wünsche und besonders für die Beteuerungen, dass ihr da seid wenn ich zurückkomme!

Ganz herlichen Dank Madlen fürs kochen: es schmeckte super!,
ihren grossartigen Helfer Alex und Mathias für ihre Spontanität,
Dave fürs singen (Thanks Dave for singing – it was great!),
Corinne & Pete für die Frühlingsrollen: ich hatte leider nicht viel davon, aber ich hörte die Leute schwärmen.

Hier einige der Photos: